SSV 90 Landsberg - Abteilung Fußball

MZ Halle/Saalekreis-22.02.11: Vier Tore in acht Minuten

Clemens Darmochwal, 22.02.2011

MZ Halle/Saalekreis-22.02.11: Vier Tore in acht Minuten

Halle (Saale)/MZ/MPI. Die Vorfreude auf das Landespokal-Halbfinale gegen die Klub-Prominenz aus Halle oder Magdeburg ist Nebensache - der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga die Hauptaufgabe. Darüber sind sich Trainer und Spieler des SSV Landsberg einig. Um so wertvoller erscheint der 5:2 (1:1)-Erfolg am Samstag beim MSV Eisleben, der erste Auswärtssieg der Saison.

"Auch wenn es abgedroschen klingt und es nach wie vor für einen Sieg nur drei Zähler gibt, nach dem 0:0 zuletzt bei Merseburg 99 war das ein Sechs-Punkte-Spiel für uns", sagte erleichtert SSV-Trainer Maik Ritschel. Nunmehr sechs Punkte Vorsprung auf Farnstädt und Eisleben, die mit je 13 Zählern - allerdings auch zwei Nachholspielen in der Hinterhand - die ersten beiden Abstiegsplätze belegen, geben ihm Recht.

Ein Selbstläufer war die Partie dennoch nicht. Schon nach sechs Minuten lag Landsberg zurück. "Dass uns mit Peter Anders ein 43-Jähriger ein Tor einschenkt, hat mich schon gefoppt. Da hätte ich ja auch noch mitspielen können", so Ritschel, der immerhin fünf Jahre jünger ist. Zumindest gelang Björn Berger der schnelle Ausgleich (13.).

Nach der Pause durfte dann auch Landsbergs Torjäger Gerry Dietrich endlich ran. Angestachelt von seiner ungewohnten Bankdrückerrolle spielte der bislang zwölffache Saisontorschütze dann mit durchschlagendem Erfolg auf. Zunächst legte er für Christoph Hintze auf (1:2 / 58.), dann köpfte er selbst ein (1:3 / 62.). In der 78. (2:4) und 82. Minute (2:5) schoss Dietrich seine Farben zum letztlich sicheren Sieg. Zwei Doppelschläge, erzielt in jeweils vier Minuten, entschieden das Spiel. "Es tut gut, dass wir auch mal ein paar Tore geschossen haben", sagte Coach Ritschel. "Das war gut für das Selbstbewusstsein." Nur Tabellennachbar FSV Bennstedt (18), der in Elster 1:3 verlor, hat bisher weniger Tore geschossen.

Überhaupt nicht getroffen hat Askania Nietleben. Die Heide-Elf - noch immer ohne den zu fünf Spielen Sperre verurteilten Rot-Sünder Steffen Grosche - musste sich bei Spitzenreiter Stedten 0:3 beugen. "Jetzt müssen wir gegen Farnstädt gewinnen, um nicht weiter durchgereicht zu werden", sagte Askania-Trainer Matthias Zech. Da war es wieder, das gern zitierte Sechs-Punkte-Spiel.

Das Landespokal-Halbfinale des SSV Landsberg gegen HFC oder 1. FC Magdeburg steigt Ostermontag (25. April, 14 Uhr).


Quelle:MZ-web.de