SSV 90 Landsberg - Abteilung Fußball

MZ Halle/SK-20.11.2012: Landsberg schöpft neue Hoffnung

Clemens Darmochwal, 20.11.2012

MZ Halle/SK-20.11.2012: Landsberg schöpft neue Hoffnung

Der Landsberger Clemens Darmochwal (rechts) und der Bennstedter Enrico Kricke schenkten sich in diesem artistischen Zweikampf nichts. (FOTO: SCHULZ)

 

LANDSBERG/MZ. Gerade hatten die Fußballer des SSV Landsberg mit dem 2:2 in der Vorwoche beim Tabellendritten in Zorbau neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft, da ereilte sie die nächste Hiobsbotschaft. Der in der Schlussphase mit einem Zorbauer Stürmer zusammengeprallte Stammkeeper Christian Dick musste ausgerechnet vor dem so wichtigen Saalekreis-Derby gegen den FSV Bennstedt in der Fußball-Landesliga verletzt passen. Die Vorzeichen waren also alles andere als günstig für die Hausherren, denn die Verantwortung zwischen den Pfosten lag ganz allein in den Händen des erst 18 Jahre alten Christopher Kurth. Und weil der seine Sache sogar richtig gut machte, behielte der SSV am Ende in diesem Prestigeduell mit 2:1 die Oberhand und rückte bis auf drei Punkte wieder an die Nicht-Abstiegs-Plätze heran. Für die Bennstedter dagegen hieß es: "Willkommen im Abstiegskampf!"

"Die Landsberger waren einfach präsenter. Sie haben uns mit ihrer schnörkellosen Art richtig weh getan", meinte Bennstedts Trainer Silvio Uhlmann. Letztlich hatten es die Gäste Keeper Carsten Grotsch zu verdanken, dass die Landsberger ihre vielen Chancen nicht zu einem deutlicheren Sieg zu nutzen wussten. Denn erst mit der siebten oder achten Kopfballchance gelang Kevin Halfpap nach einer Flanke von Matthias Hempel in der 32. Spielminute die überfällige Führung für die Gastgeber. "Wir müssen in jedem Spiel drei Leute durchschleppen. Immer sind es drei andere", so Uhlmann.

Trotzdem kam sein Team dank Andre Weber zurück. Von seinem Flatterball aus 30 Metern war ganz offensichtlich auch der junge Landsberger Keeper überrascht. Doch anstatt nun energisch auf die Wende zu drängen, verfielen die Gäste mit Wiederbeginn in die alten Fehler. Und dieses Mal dauerte es keine halbe Stunde, ehe die Landsberger diese Unzulänglichkeiten bestraften. Nach einem Eckball konnte der Landsberger Torjäger Gerry Dietrich die Kugel an der Fünfmeterraum-Linie annehmen, zwei Abwehrspieler vernaschen, noch vier Meter laufen und seelenruhig einschieben (52.). In der Folge agierten die Bennstedter einfach zu harmlos. Und als das Leder dann doch zum Ausgleich im Netz lag, erkannte Schiedsrichter Max Saager das Hochspringen von Timo Lesch im Torraum als Angriff auf Torwart Kurth und entschied auf Freistoß für den Schlussmann.


Quelle:MZ-web.de