SSV 90 Landsberg - Abteilung Fußball

MZ Halle/Saalekreis-04.12.2012: Ganz einfach

Clemens Darmochwal, 04.12.2012

MZ Halle/Saalekreis-04.12.2012: Ganz einfach

Landsbergs Ronny Stephan (rechts) klärt mit dem Kopf vor dem Kemberger Stürmer Andrzej Steiner. (FOTO: KLITZSCH)

 

HALLE (SAALE)/MZ. Mario Kößling hat am Wochenende eine seiner kniffligsten Traineraufgaben in seiner erst halbjährigen Amtszeit beim SSV Landsberg erledigt. Knifflig war die Aufgabe weniger wegen der sportlichen Ausgangssituation, denn die war eindeutig. Landsberg, als Vorletzter selbst gewaltig in Abstiegsgefahr, musste beim Letzten Rot-Weiß Kemberg antreten. Und der Letzte war nach 13 Spieltagen tatsächlich schon weit weg mit nur vier Pluspunkten.

Im Sport nennt man so etwas für gewöhnlich Pflichtaufgabe. Doch gerade diese vermeintlichen Selbstgänger sind oft kreuzgefährlich. Der Trainer erzählt und erzählt, warnt davor, den Gegner zu unterschätzen - und am Ende muss er feststellen, dass keiner seiner Spieler hingehört hat.

Kemberg hilft kräftig mit

Mario Kößling hatte dieses Problem am Sonnabend nicht. Seine Spieler hatten die Woche über sehr genau hingehört und ließen auf dem engen Kunstrasenplatz nichts anbrennen. Landsberg gewann ganz einfach und locker 3:0 und hat nun wieder ein bisschen Luft im Abstiegskampf.

Nervös war nur eine Mannschaft, und das war Gastgeber Kemberg. "Die mit Abstand schwächste Heimleistung der Saison", hatte dessen Trainer Stefan Kohnert ausgemacht. Und trotzdem brauchte Landsberg über eine Halbzeit, um auf die Siegerstraße zu kommen. Kemberg half da auch noch kräftig mit haarsträubenden Fehlern mit. In der 53. Minute sprintete Fadel Aljindo in einen Fehlpass und traf zum ersten Mal. Genau 20 Minuten später vertändelten zwei Kemberger den Ball im Mittelfeld, der eingewechselte Raik Gallrein sagte danke und traf zum 2:0. Nur zwei Minuten später machte Gallrein sogar noch das 3:0. Wieder hatten die Kemberger den Ball genau in die Füße gespielt. "Es war einfach billig, was wir geboten haben", so Kembergs Trainer Kohnert.

Mario Kößling jedoch konnte es recht sein. Er hatte mit seiner Mannschaft gewonnen. Aber Landsbergs Trainer wusste auch: "Wir müssen jetzt gegen Brachstedt im letzten Hinrundenspiel nachlegen. Wir stehen ja immer noch ganz unten drin." Ebenso wie Bennstedt und Friedersdorf hat Landsberg jetzt zwölf Punkte, Brachstedt ist auf Platz zwölf schon fünf Punkte voraus.


Quelle:MZ-web.de